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22.000km – ein Roadtrip durch Australien

2. Dezember 2015

22.000 Kilometer: das ist die Strecke, die ich bei einem Roadtrip durch Australien mit einem Freund im Jahr 2011 zurückgelegt habe.

Dabei haben wir die folgende Route bereist:

Sydney – Melbourne – Adelaide – Perth – Darwin – Alice Springs – Melbourne

Dieser Artikel ist in die folgenden Abschnitte unterteilt:

Roadtrip Australien Ostküste (Sydney – Melbourne)
Roadtrip Australien Südküste (Melbourne – Perth)
Roadtrip Australien Westküste (Perth – Darwin)
Roadtrip Australien Outback (Darwin – Melbourne)

Den Großteil der Ostküste hatte ich bereits mit dem Greyhound Bus bereist, weshalb wir unseren Roadtrip durch Australien in Sydney starteten. Geschlafen haben wir die meiste Zeit in unserem Auto: Entweder auf kostenfreien Campingplätzen, Parkplätzen oder irgendwo dort, wo gerade Platz war. Dabei solltest du dich nur nicht vom Ranger erwischen lassen 😉

Roadtrip Australien Ostküste – Sydney bis Melbourne

Sydney – Blue Mountains & Three Sisters

Von Sydney aus ging es zuerst ein kleines Stück ins Landesinnere Richtung Katoomba – hier liegen die Blue Mountains. Die Blue Monutains haben ihren Namen den aufsteigenden Eukalyptusbaumdämpfen zu verdanken, die einen leicht blauen Nebel über die Berge legen.

Das Highlight der Blue Mountains ist die Felsformation der Three Sisters. Diese kannst du prima von einer Aussichtsplattform anschauen und bestaunen. Drum herum liegen noch ein paar schöne Wanderwege sowie eine Seilbahn.

Blue Mountains – Canberra

Von den Blue Mountains ging es dann weiter nach Canberra. Eigentlich haben wir diese Stadt nur mitgenommen, um wenigstens einmal in der Hauptstadt gewesen zu sein. Es ist nicht zu übersehen, dass Canberra eine künstlich angelegte Stadt ist.

Die einzigen Highlights sind hier eigentlich das Parlament und das War Memorial. Solltest du also nach Canberra fahren wollen, plane nur einen Tag ein – das reicht aus meiner Sicht locker.

Canberra – Batemans Bay – Sorrento

Von Canberra ging es dann zurück Richtung Küste nach Batemans Bay (nein, leider heißt es nicht Batmans Bay). Viel zu sehen gab es auf der Strecke nicht. Aber an der Küste hatten wir endlich wieder die Möglichkeit am Strand zu duschen.

Weiter ging es also Richtung Süden über den Princes Highway bis nach Sorrento. Da ich vor einiger Zeit bereits in Sorrento war, wusste ich, dass es sich definitiv lohnt noch einmal hinzufahren. Die Highlights hier sind die London Bridge und das Fort Nepean.

Um zum Fort Nepean zu gelangen, solltest du bis Portsea fahren und dein Auto dort abstellen – dann geht es nur noch zu Fuß weiter durch den National Park bis zum Ende der Halbinsel. Wenn du dort angekommen bist, wirst du eine hammergeile Aussicht genießen können. Auf der einen Seite liegt die ruhige Bucht, die auf den „wilden“ Ozean trifft – wirklich sehr lohnenswert!

Sorrento – Melbourne

Weiter ging es dann Richtung Melbourne in meine australische „Heimatstadt“. Ich habe bereits 3 Monate vor unserem Roadtrip hier verbracht und zähle sie zu meiner absoluten Lieblingsstadt. Du solltest hier definitiv ein paar Tage -oder Wochen…- mehr einplanen, um die Atmosphäre dieser wunderbaren Stadt kennen zu lernen.

Fahr eine Runde mit der kostenlosen City Circle Tram, die einmal ums CBD führt, lauf durch die versteckten Straßen mit schönen Cafes, setz dich zum Entspannen in den Royal Botanic Garden, fahr nach St. Kilda zum Strand, besichtige unbedingt das Eureka Skydeck 88, suche und finde wunderbare Street Art und lass dich von guter Laune anstecken.

Melbourne ist einfach nur genial. Wenn du mehr erfahren möchtest, dann schau mal hier.

Roadtrip Australien Südküste – Melbourne bis Perth

Melbourne – Warrnambool via Great Ocean Road

Von Melbourne ging es weiter Richtung Torquay, wo die Great Ocean Road -eine der bekanntesten australischen Küstenstraßen- anfängt. 243km führt die Straße am Meer entlang und hat einiges zu bieten!

Das wohl bekannteste Wahrzeichen dieser Strecke sind die 12 Apostel. Auf der gesamten Strecke findet man überall Hinweisschilder zu verschiedenen „Lookouts“. Einfach mal anhalten – sehr empfehlenswert sind die Lookouts Loch and Gorge, London Bridge & Gibson Steps. Die Strecke eignet sich auch prima, um Koalas zu sehen.

Warrnambool – Adelaide

Auf dem Weg von Warrnambool nach Adelaide liegt Mount Gambier. Hier befindet sich der Blue Lake – ein See, der je nach Jahreszeit seine Farbe verändert. Im Winter ist der See ganz „normal“ – im Sommer bekommt der See aber eine extrem dunkelblaue Färbung.

Auf dem Weg nach Adelaide haben wir immer versucht so nah wie möglich an der Küste zu bleiben. Dieser Weg führte uns also auch nach Kingston SE zu Larry the Lobster. Larry gehört mit zu den im ganzen Land verteilten Australia’s big things.

Adelaide selbst hat mich überhaupt nicht gereizt und aus meiner Sicht muss man sicher hier nicht allzu lange aufhalten – ein Tag reicht eigentlich völlig aus! Wobei das natürlich Geschmackssache ist und du es vielleicht ganz anders sehen wirst? Oder du warst bereits dort und hast noch Tipps für Adelaide? Dann schreib es doch gern in die Kommentare!

Adelaide – Port Germein

Da wir nachts nicht unbedingt in Adelaide schlafen wollten, haben wir uns auf den Weg in den Vorort St. Kilda gemacht.

Es war bereits dunkel als wir ankamen. Daher merkten wir erst am nächsten Morgen, dass wir direkt neben einem Spielplatz übernachtet haben. Und glaub mir, dieser Spielplatz war der absolute Oberknaller! Du hast eine tolle Aussicht aufs Meer, eine geniale Seilbahn und ganz viele weitere großartige Dinge, die nicht nur Kinderherzen höher schlagen lassen!

Mit ein wenig Verspätung ging es dann weiter Richtung Port Germein – die Stadt mit dem längsten Holzsteg Australiens. Das ist auch schon dass Spannendste, was es hier zu sehen gibt…

Port Germein – Esperance

Nach Port Germein kommt erstmal sehr, sehr lange einfach nichts. Der Weg führt durchs Nullabour Plain über den Eyre Highway. Auf dieser Strecke liegt die 90 Mile Straight Road – Australiens längste Straße, die einfach nur geradeaus läuft ohne eine einzige Kurve – und das auf 145,6 Kilometern.

Gute 3 Tage benötigt man für die gesamte Strecke von Port Germein bis endlich der lang ersehnte Lichtblick kommt: Esperance. Eine wunderschöne Kleinstadt mit weißen Stränden und kristallklarem Wasser. Hier solltest du in jedem Fall die Ocean Drive Strecke fahren – sie ist gut 40 Kilometer lang und führt dich zu wunderschönen Buchten und Aussichten.

Ein weiteres Highlight ist der Pink Lake (Lake Hillier). Ein See, der wirklich pink ist. Leider waren wir zu spät am Abend dort und konnten selbst nicht mehr viel davon sehen 🙁

Esperance – Hyden

Nun ist der perfekte Zeitpunkt ein wenig ins Landesinnere zu fahren. Mach dich auf den Weg Richtung Hyden, denn hier findest du den Wave Rock. Der Wave Rock ist eine aus Granit bestehende Felsformation und sieht aus wie -wer hätte das gedacht- eine Welle.

Hyden – Dunsborough

Von Hyden aus ging es dann an die Westküste nach Dunsborough. Solltest du ein paar Tage Pause machen wollen, kann ich dir dafür Dunsborough wärmstens empfehlen. Es ist einfach super schön und entspannt!

Dunsborough – Perth

Auf dem Weg nach Perth kommst du an Fremantle vorbei. Dieser Ort eignet sich super zum Campen.

Perth selbst ist eher eine verschlafene Großstadt. Sehr ruhig mit viel grün, denn hier hat der Kings Park sein zu Hause. Super zum Chillen, Spazierengehen und fürs BBQ. Außerdem solltest du den Lotterywest Federation Walkway nicht verpassen.

Nachts wird das Council House beleuchtet und wechselt ständig die Farben – ziemlich cool.

Wenn du mehrere Tage in Perth verbringen möchtest, lohnt es sich die knapp 20 Kilometer zurück nach Fremantle zu fahren um dort zu übernachten. In Perth selbst wirst du sehr wenig Glück haben einen Parkplatz o.ä. zu finden.

Roadtrip Australien Westküste – Perth bis Darwin

Perth – Geraldton

Ein wenig außerhalb von Perth liegt Stirling. Auch dieser Ort eignet sich hervorragend zum Campen. Er bietet wunderschöne Strände und ist mit dem Auto super schnell zu erreichen.

Wenn du von Stirling weiter Richtung Norden fährst, kommst du an den Pinnacles vorbei. Die bizarren Kalksteinsäulen, die aus der Wüste herausragen sind definitiv einen Besuch wert. Du kannst ganz einfach mit deinem eigenen Fahrzeug die Strecke abfahren – der Eintritt kostet allerdings ein paar Dollar.

Ca. 3 Stunden weiter nördlich von den Pinnacles entfernt liegt die etwas größere Stadt Geraldton. Hier haben wir zwei Tage verbracht und Dinge erledigt wie z.B. Wäsche waschen! Das war nach über einem Monat definitiv mal wieder nötig. Ansonsten bietet sich ein Besuch im Museum an sowie der Besuch des HMAS Sydney II Memorial.

Geraldton – Kalbarri

Auf der Strecke von Geraldton Richtung Kalbarri liegt die Principality of Hutt River. Wenn du Bock auf einen echt abgefahrenen Abstecher hast, solltest du dir das definitiv nicht entgehen lassen! Die Hutt River Province ist ein eigenes, unabhängiges Land mit einer Größe von 75 Quadratkilometern.

Gegründet wurde das Land von Prince Leonard, der dir -wenn du Glück hast- höchstpersönlich eine Führung durch sein Land anbietet. Auch die offiziellen Ein- und Ausreisestempel im Pass dürfen nicht fehlen.

Lass dir das wirklich nicht entgehen, auch wenn es ein Stück im Landesinneren liegt – sowas uriges wirst du vermutlich nie wieder sehen.

Nachdem du wieder in Australien eingereist bist, kannst du dich auf den Weg zum Kalbarri-Nationalpark machen. Die Küste auf dem Weg dorthin ist wirklich wunderschön!

Du solltest aber definitiv Fliegennetze fürs Gesicht dabei haben… Alles andere wäre unerträglich! Der Kalbarri Nationalpark ist teilweise leider nur mit 4WD befahrbar, weshalb wir nicht alles erkunden konnten.

Kalbarri – Monkey Mia

Von Kalbarri bis Monkey Mia bist du gut 5 Stunden unterwegs. Auf dem Weg kommst du am Hamelin Pool vorbei. Hier sind die ältesten Lebewesen der Welt zu Hause: die Stromatolites. Ein Stop lohnt sich allemal, auch wenn es eigentlich nur Steine im Wasser sind.

Weiter Richtung Monkey Mia findest du den Shell Beach. Hier ist der Name Programm, denn dieser Strand besteht wirklich ausschließlich aus kleinen, weißen Muscheln. Ein absoluter Traum!

Wenn du in Monkey Mia angekommen bist, wirst du vermutlich erstmal ziemlich enttäuscht sein. Es ist extrem touristisch und eher eine riesige Hotelanlage! Wir sind hergekommen um die Wilddelfine zu füttern, die jeden Morgen in die Bucht kommen.

Allerdings läuft es so ab, dass du mit 100 Touris im Wasser stehst, von denen 3 ausgewählt werden um die Delfine zu füttern. Ein wenig enttäuschend war das schon.

Trotzdem sind wir bis nachmittags geblieben und hatten sogar das Glück, dass die Delfine nochmal zurückgekommen sind. Es lohnt sich also trotzdem, denn neben den Delfinen haben wir noch Meeresschildkröten und dicke fette Pelikane gesehen 😀

Monkey Mia – Carnarvon – Coral Bay

Wieder liegt ein ziemlich weiter Weg vor dir, auf dem leider nicht viel passiert. In Carnarvon selbst solltest du die Gelegenheit nutzen und dir eine Schnorchelausrüstung zulegen (sofern du dies noch nicht getan hast).

Damit kannst du dann direkt zu den Quobba Blowholes fahren, die etwa 75km von Carnarvon entfernt liegen. Hier hast du eine wunderbare Möglichkeit schnorcheln zu gehen.

Auch in Coral Bay selbst solltest du deine Schnorchlausrüstung dabei haben. Dieser Ort eignet sich wirklich gut, da hier das zweitgröße australische Riff zu Hause ist: das Ningaloo Reef.

Dieses Riff liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt, sodass du nicht extra mit dem Boot rausfahren musst um schnorcheln zu gehen.

Coral Bay – Exmouth

Wenn du von Coral Bay weiter Richtung Norden fährst, gelangst du irgendwann nach Exmouth. Eine wirklich unschöne kleine Stadt mit traumhafter Umgebung, dem Cape Range National Park. Auch hier kann deine Schnorchlausrüstung wieder zum Einsatz kommen.

Exmouth – Port Headland

Tu mir einen riesigen Gefallen und mach nicht den gleichen Fehler, den wir auch begangen haben: Fahr von Exmouth bitte NICHT direkt nach Port Headland, sondern fahr einen Umweg über den Karijini National Park, der im Landesinneren liegt.

Wir haben leider erst im Nachhinein erfahren, dass das einer der besten Nationalparks in ganz Australien sein soll und es sehr bereut nicht dort gewesen zu sein.

Port Headland selbst hat leider nicht viel zu bieten außer den angeblich längsten Zug der Welt und sehr viel Salz…

Port Headland – Broome

Weiter geht es in die Perlentaucherstadt Broome, vorbei am scheinbar endlosen 80 Mile Beach. Broome selbst ist für seinen Cable Beach und die dortigen Sonnenuntergänge bekannt. Was du aber auf keinen Fall verpassen solltest, ist der Gantheaume Point – das leuchtende Rot der Felsen ist einfach großartig.

Auch der japanische Friedhof in Broome ist einen Besuch wert.

Broome – Derby – Geikie Gorge

Das kleine verschlafene Nest Derby hat leider nicht all zu viel zu bieten. Außer den Prison Tree. Dieser Baum wurde früher als Gefängnis genutzt, da er von innen hohl und somit begehbar ist.

In der Touristenbroschüre waren außerdem eine Cattle-Wassertränke sowie eine Windmühle als Highlight angegeben. Du merkst schon…hier steppt der Bär in Derby!

Weiter ging es ins Landesinnere zum Geikie Gorge. Dieser kleine Nationalpark ist insbesondere zum Abend hin wunderschön, wenn die Sonne bereits etwas tiefer steht und die Schlucht aus Kalksteinwänden beleuchtet.

Geikie Gorge – Wyndham

Auf dieser Strecke liegt der Purnululu Nationalpark. Diesen hätten wir liebendgern angeschaut, doch leider ist dieser Park nur mit 4WD befahrbar.

Also ging es weiter Richtung Wyndham zum Five River Lookout, das auf einem Berg liegt. Von hier aus hast du insbesondere bei Sonnenuntergang eine fantastische Aussicht.

In Wyndham findest du übrigens auch wieder eines der Australias Big Things.

Wyndham – Kununurra

Wir hatten das Glück in Kununurra Freunde aus der Schule wiederzutreffen, die bereits seit geraumer Zeit dort gearbeitet haben und sich dementsprechend ziemlich gut auskannten. Sie haben uns mitgenommen auf eine „Wasserfallwanderung“, die bestimmt kein Tourist mal eben so macht.

Zuerst ging es mit dem 4WD in den Busch hinein und dann zu Fuß weiter über Stock und über Stein, durch Flüsse und Wasserfälle. Absolut toll – aber man benötigt definitiv jemanden der sich auskennt.

Ansonsten kannst du dir noch einen sehr kleinen aber sehr schönen National Park anschauen: den Hidden Valley National Park.

Kununurra – Darwin

Der Weg von Kununurra nach Darwin ist sehr lang. Auf dem Weg liegt jedoch der Litchfield Nationalpark, in dem du dir mehr als eine Abkühlung holen kannst. Selbst ich als absolute Landratte habe hier Spaß am Schwimmen gefunden. Unter Wasserfällen schwimmen zu gehen ist einfach so toll!

In Darwin selbst haben wir uns ein Hostel genommen. Für uns war das purer Luxus nach 1,5 Monaten Schlaf im Auto. 3 Nächte haben wir in Darwin verbracht und dabei beispielsweise den Mindil Beach Market besucht. Dieser bietet neben Unterhaltung viele Food-, Kunst- und Kultur-Stände.

Auch der Sonnenuntergang am Mindil Beach ist sehr lohnenswert. Ansonsten ist Darwin eine sehr kleine und überschaubare Stadt.

Roadtrip Australien Outback – Darwin bis Melbourne

Darwin – Jabiru

Von Darwin aus sind wir weiter in Richtung Kakadu National Park gefahren. Auf dem Weg dorthin solltest du eine Sache aber auf keinen Fall verpassen: die Jumping Crocodiles auf dem Adelaide River.

Hierbei gehst du an Bord eines Bootes und bist live dabei, wie wild lebende Krokodile vom Boot aus gefüttert werden. Du wirst staunen, wie hoch diese Tiere aus dem Wasser heraus springen können…

Jabiru liegt im Kakadu National Park – der wohl bekannteste Nationalpark im Northern Territory. Hier haben wir wirklich viel erwartet und wurden dann doch sehr enttäuscht. Viele Bereiche waren überflutet und nicht befahrbar, andere Bereiche waren wieder nur mit 4WD befahrbar.

Das Highlight war dann ein Wasserfall an dem wir baden konnten. Allerdings würde ich den Litchfield Nationalpark jederzeit vorziehen.

Jabiru – Alice Springs

Nun liegen 1.484km Outback vor dir. Aber auch auf dieser einsamen Strecke gibt es ein paar tolle Dinge, die du dir ansehen kannst.

Als erstes empfehle ich dir einen Stop in Mataranka bei den Hot Springs. Dies sind Thermalquellen, in denen gebadet werden kann. Eine lange Fahrt durchs heiße Outback wird dadurch ein klein wenig erträglicher.

Gut 8 Stunden später kommst du dann zu den Devils Marbles – teilweise fast runde Gesteinsformationen, die sich in der ganzen Umgebung verteilen und aussehen wie riesige Murmeln. Ziemlich bizarr und außergewöhnlich.

Nach den Devils Marbles kommt erstmal lange Zeit Nichts, bis du in Alice Springs ankommst. Die Wüstenstadt hat mir recht gut gefallen. Wenn du nun aber denkst du bist am Ayers Rock angekommen, muss ich dich leider enttäuschen – das dauert leider noch ein paar hundert Kilometer…

Alice Springs – Yulara

Um zum Ayers Rock (Uluru) zu gelangen, fährst du über den Stuart Highway, den Lassester Highway und den Red Centre Way nach Yulara. Von Alice Springs sind das gut 460km – also kein Katzensprung.

Wir sind allerdings erst zum Kings Canyon gefahren – das ist nochmal ein ziemlicher Umweg, den du aber auch auf dem Rückweg -also nach dem Ayers Rock- machen kannst. Der Kings Canyon ist wirklich lohnenswert und bietet insgesamt 3 Wanderwege. Diese sind verschieden lang und verschieden schwer:

Der Kings Creek Walk ist der kürzeste Weg, von dem du vermutlich recht schnell enttäuscht sein wirst, denn er führt lediglich in den Canyon hinnein und dauert ca. eine Stunde.

Damit sich der Umweg lohnt, solltest du mindestens den Kings Canyon Rim Walk laufen. Hier geht es erst steil bergauf und anschließend einmal um den Canyon herum. Hierfür kannst du 3-4 Stunden einplanen.

Mit 22 Kilometern ist der Giles Track der längste Weg. Wir sind diesen Weg zwar nicht gelaufen aber es sollten gut 2 Tage dafür eingeplant werden.

Während du weiter auf dem Red Centre Weg Richtung Yulara fährst, wirst du am Horizint einen Berg entdecken, der im ersten Moment aussieht wie der Ayers Rock. Dies ist jedoch der Mount Connor.

So langsam näherst du dich Yulara und dem Uluru-Kata Tjuta National Park. Der Nationalpark umgibt -wie der Name bereits verrät- den Uluru sowie die Kata Tjutas (Olgas).

Wir sind zuerst zu den Olgas gefahren. Hier findest du den Valley of the Winds Walk, der dich durch die rote Berglandschaft führt. Es kann jedoch passieren, dass dieser Wanderweg aufgrund der Wetterlage gesperrt wird.

Gute 50 Kilometer liegen zwischen den Olgas und dem Ayers Rock. Monatelang habe ich mich auf den Moment gefreut, endlich vor dem Uluru zu stehen und ich kann nur sagen, dieser Moment ist absolut magisch!

Auch hier hast du die Wahl zwischen verschiedenen Walks, z.B. einmal um den Berg herum. Außerdem gibt es die Möglichkeit auf den Uluru zu klettern – davon würde ich dir aber dringend abraten. Zum einen soll es ziemlich gefährlich sein, zum anderen ist der Uluru für die Aboriginies heilig und es wird überhaupt nicht gern gesehen, wenn die Touris dort hochsteigen.

Was du dir aber nicht entgehen lassen solltest sind der Sonnenauf- und untergang. Hierfür sind spezielle Plätze ausgewiesen, von denen du prima gucken kannst.

Yulara – Coober Pedy – Melbourne

Von Yulara ging es dann langsam aber sicher dem Ende entgegen. Naja…wobei noch gut 2.300km vor dir liegen.

Auf dem Weg Richtung Süden kommst du an der Opalhauptstadt Coober Pedy vorbei. Eine Stadt, die eher unter der Erde gebaut ist und zu der mir einfach die Worte fehlen. Ich kam mir vor wie im falschen Film… Gefüht steht und liegt überall irgendwas rum z.B. Raumschiffe und abgestürzte Flugzeuge aus Filmen, alte Autos etc. Dieser Ort ist einfach freaky…

Von Coober Pedy aus sind wir dann recht zügig zurück nach Melbourne gefahren. Hier habe ich dann nochmal mehr als 2 Wochen verbracht, bevor ich mich in den Flieger Richtung Heimat gesetzt habe…

2,5 Monate haben wir für die gesamte Strecke gebraucht und ich kann nur sagen, ich würde es jederzeit wieder machen! Wie sieht es bei dir aus? Hättest auch du Lust darauf einfach mal 2,5 Monate im Auto zu leben? Oder hast du es bereits hinter dir? Dann schreib es doch gern in die Kommentare und berichte von deinen Erlebnissen und deinem Roadtrip durch Australien!

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5 Kommentare

  • Travel-Cycle says: 2. Dezember 2015 at 4:26 pm

    Hallo
    Toller Bericht mit noch tolleren Fotos. Wir freuen uns schon auf den nächsten Teil
    Gruß Michael

    Reply
    • Luisa says: 2. Dezember 2015 at 4:37 pm

      Hi Michael,
      vielen Dank für das Feedback! Freut mich, dass es euch gefällt.
      Liebe Grüße, Luisa

      Reply
  • Anna says: 10. Januar 2016 at 5:51 pm

    Hallo Luisa!

    Ein toller Bericht über Australien und noch schönere Fotos! Da kommen direkt wieder Erinnerungen hoch an meinen eigenen Roadtrip. Werde mir auch noch die beiden anderen Teile durchlesen, bin schon gespannt, wie es weitergeht. 🙂

    Herzlich,
    Anna

    Reply
    • Luisa says: 10. Januar 2016 at 7:47 pm

      Hi Anna,
      sehr cool, freut mich! Wie verlief denn deine Roadtrip-Route? 🙂
      Viele Grüße,
      Luisa

      Reply
  • […] AUD = 1366,82€ (lohnt sich, wenn du länger unterwegs sein möchtest. Ich persönlich war z.B. 2,5 Monate nur im Auto unterwegs) Inlandsflug ca. 120 AUD = 80€ ( das ist der Preis, den ich für einen Flug von Melbourne nach […]

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