Asien, Bali, Reise 11

Tempel auf Bali – die Insel der Götter

20. März 2016

Wenn ich an Bali zurückdenke, gibt es genau 3 Dinge, die zuerst vor meinem inneren Auge auftauchen: Strände, Reisfelder und Tempel. Nicht umsonst wird Bali auch als die Insel der Götter bezeichnet, denn schließlich stehen über 20.000 Tempel auf der kleinen Insel, von denen mein Freund und ich während unserer 2-wöchigen Bali-Reise sechs Stück besichtigt haben.

In diesem Artikel erfährst du u.a. in welchem Tempel du einen Sarong* tragen musst, aus welchem Grund uns der Tempeleintritt in den wichtigsten und größten balinesischen Tempel fast verwehrt wurde und welcher Tempel mein persönlicher Favorit ist.

Pura Tanah Lot – der Tempel im Meer

Der Tempel Tanah Lot liegt gut 20 Roller-Minuten vom Surfparadies Canggu entfernt. Er zählt zu den wichtigsten Tempeln auf Bali und ist somit von Touristen ziemlich gut besucht und überlaufen.

Der Haupttempel wurde im Meer erbaut und ist nur bei Ebbe erreichbar. Touristen dürfen den Tempel selbst jedoch nicht betreten, da der Zutritt nur gläubigen Hindus gestattet ist. Von Außen kann er jedoch besichtigt werden.

Der Eintritt beträgt 30.000 IDR (ca. 2€). Einen Sarong musst du hier jedoch nicht tragen.

Gunung Kawi Sebatu – der ruhige Tempel

Mit dem Roller sind es von Ubud aus gut 30 Minuten Fahrt bis zum Gunung Kawi Sebatu Tempel. Er liegt etwas abgelegen, in einer ruhigen Gegend und ist nicht so stark besucht aber super schön.

Mir hat dieser Tempel aufgrund der Stille besonders gut gefallen. Der Eintritt beträgt 15.000 IDR (ca. 1€). Hier ist das Tragen eines Sarongs Pflicht. Dieser kann am Eingang ausgeliehen werden, alternativ kannst du dir auch einen Sarong kaufen. Gegenüber des Tempels befinden sich Verkaufsstände.

Balinesischer  Tempel Taman Ayun

Eine 30-minütige Autofahrt von Ubud entfernt, liegt der Taman Ayun Tempel. Dieser ist umgeben von einem Wassergraben und einem sehr gepflegten Park. Die Tempelanlage ist nicht so stark besucht und deshalb relativ ruhig, was mir sehr gut gefallen hat. Einen Sarong mussten wir hier nicht tragen. Der Eintritt beträgt 20.000 IDR (ca. 1,35€).

Pura Ulun Danu Bratan – der Tempel am See

Auch dies ist ein Tempel, der von sehr vielen Touristen besucht wird und bei dem es ziemlich wuselig zugeht. Die Tempel-Anlage ist voll von Selfie-Jägern und Reisegruppen, die versuchen, ein Gruppenfoto zu machen. Der Tempel ansich ist klasse und liegt direkt am See aber irgendwie war’s mir schlicht zu voll und viel zu hektisch. Einen Sarong benötigst du hier nicht. Der Eintritt beträgt 30.000 IDR (ca. 2€).

Pura Besakih – der balinesische Muttertempel

Pura Besakih ist der Muttertempel und somit der wichtigste balinesische Tempel. Ansich ist die Tempelanlage auch mehr als beeindruckend – allerdings hatte der Besuch einen sehr fragwürdigen Beigeschmack.

Für den Tempeleintritt zahlten wir einen kleinen Betrag von 15.000 IDR (ca. 1€). Bei der anschließenden Kontrolle der Tickets wurden wir jedoch dazu aufgefordert, eine Spende zu hinterlassen.

Bereits unser Fahrer warnte uns vor dieser Abzocke und bat uns, für zwei Personen nicht mehr als 100.000 IDR zu spenden. Dies war jedoch viiiiel zu wenig und uns wurde ein Buch vorgelegt, in dem aufgelistet war, was die Besucher vor uns gespendet haben… 50 Euro, 1.000.000 IDR, 700.000 IDR…

Diese Beträge verlangte man auch von uns, damit wir den Tempel betreten durften – ansonsten würde man uns keinen Eintritt gewähren. Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns, den Tempel nicht zu besichtigen und gingen zurück zum Auto, wo unser Fahrer auf uns wartete.

Wenige Minuten später kam uns jemand hinterher und bat uns, doch einzutreten. Aha?! Obwohl mir bereits die Lust vergangen war, zog ich den Sarong wieder an und wir durften den Tempel in Begleitung eines Tempelmitglieds betreten.

Angeblich war im Tempel eine wichtige Zermeonie, weshalb uns der Zutritt nur in Begleitung gewährt wurde. Unser Guide führte uns also herum, entschuldigte sich für das Verhalten seines „Freundes“ am Eingang, schoss das ein oder andere Foto von uns, erklärte uns, welche Teile des Tempels Touristen nicht betreten dürfen und führte uns dann 10 Minuten später genau dort entlang, wo es für uns eben noch verboten war…

Nach Beendigung der Führung hielt auch unsere Begleitung noch einmal die Hände auf. Wir gaben ihm 50.000 IDR, da wir ja bereits den Eintrittspreis und die Spende gezahlt hatten aber er fragte uns tatsächlich, ob wir ihm denn nicht mehr geben wollen, da 50.000 IDR ja doch sehr wenig sind. Dies verneinten wir freundlich und verließen den Muttertempel so schnell es ging. Wir wollten einfach nur noch weg. Einfach unglaublich.

Wir berichteten die gesamte Tempel-Story unserem Driver, der uns daraufhin erzählte, dass die Leute im Muttertempel aufgrund der Touristen-Abzocke auch bei den Einheimischen nicht sonderlich beliebt seien.

Während der Führung durch den Tempel habe ich mich ziemlich unwohl und wenig willkommen gefühlt. Nochmal würde ich diesen Tempel aufgrund der wirklich miesen Abzocke nicht besichtigen, auch wenn er wahnsinnig beeindruckend ist.

Solltest du dich für einen Besuch des Muttertempels entscheiden, benötigst du in jedem Fall einen Sarong und sehr starke Nerven…

Pura Uluwatu – der Tempel am Meer

Der Pura Uluwatu war der letzte Tempel während unserer Bali-Reise und konnte das Erlebnis im Muttertempel definitiv wieder gut machen. Wir wurden freundlich begrüßt und durften uns wieder frei und ohne Guide bewegen. Am Eingang wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass die Affen, die dort leben, gerne mal etwas stibitzen. Hier solltest du also gut auf deine Sachen aufpassen.

Der Tempel liegt auf der Bukit-Halbinsel und steht auf einer Felsklippe direkt über dem Meer – wer hier nach unten schaut, sollte schwindelfrei sein 😉

Der Uluwatu Tempel ist definitiv mein Favourit auf Bali und ich würde ihn jederzeit wieder besuchen.

Der Eintritt beträgt 20.000 IDR und es muss ein Sarong getragen werden. Solltest du keinen eigenen Sarong besitzen, kannst du dir diesen am Eingang ausleihen.

Warst du bereits auf Bali? Wenn ja, welchen Tempel fandest du am beeindruckendsten und welcher balinesische Tempel hat dir vielleicht gar nicht gefallen? Wenn du noch nicht dort warst, welchen Tempel würdest du gern besichtigen wollen? Schreib es gern in die Kommentare!

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11 Kommentare

  • ItineraMagica says: 21. März 2016 at 12:00 pm

    Sehr, sehr schöner Artikel! Ich war mit 9 Jahren in Bali und ich habe nur phantastische Erinnerungen… besonders Uluwatu hat mich tief geprägt. Jetzt möchte ich dank Dir wieder dahin 😉

    Reply
    • Luisa says: 22. März 2016 at 10:39 am

      Vielen Dank! Freut mich sehr, dass dir der Artikel gefällt. Wie gesagt…Uluwatu war auch mein Favorit 🙂

      Reply
  • Maria says: 21. März 2016 at 4:52 pm

    WOW! Atemberaubend schöne Bilder. Am liebsten würde ich mich direkt in den nächsten Flieger setzen – wenn das nur ginge, aber träumen darf man ja 😉 Bali steht auch auf meiner Liste, vielleicht – nach deinem Beitrag – rückt es ein bisschen weiter nach oben, aber es gibt leider noch sooo viel, was ich davor noch sehen mag. Oje… die Welt ist zu groß 😉
    Liebe Grüße
    Maria

    Reply
    • Luisa says: 22. März 2016 at 10:40 am

      Dankeschön! Freut mich sehr, dass dir die Bilder so gut gefallen. Ohja, auch meine Liste ist noch sehr, sehr lang 😀

      Reply
  • Sabine von Ferngeweht says: 21. März 2016 at 10:01 pm

    Ging uns genauso in dem Muttertempel! Wir haben die Bitte um eine Spende einfach ignoriert und sind durchgelaufen. Eine komische Stimmung blieb trotzdem …

    Reply
    • Luisa says: 22. März 2016 at 10:42 am

      Wurde euch denn auch ein Guide aufgezwungen? Oder fand bei euch ausnahmsweise keine wichtige Zeremonie statt? 😀

      Reply
      • Sabine von Ferngeweht says: 22. März 2016 at 10:43 am

        Wir haben den Guide abgelehnt – auch wenn angeblich eine wichtige Zeremonie stattgefunden hat …

        Reply
        • Luisa says: 22. März 2016 at 11:23 am

          Ok, gut zu wissen, dass es auch irgendwie anders geht…

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  • Natalie says: 4. April 2016 at 10:30 am

    Die Sache mit dem Muttertempel kommt mir auch sehr bekannt vor. Wir waren eine Gruppe aus vier Leuten und haben (glaube ich) um die 200.000 IDR ins Spendenbuch eingetragen. Das haben sie auch irgendwann zähneknirschend angenommen.
    Mein Favorit ist ebenfalls der Pura Uluwatu. Einfach beeindruckend, wie er auf dem Felsen thront. Ich habe während meines Auslandssemesters nur etwa 10 Minuten mit dem Roller davon entfernt gewohnt, weshalb ich da öfter auch einfach mal „von außen“ die Klippe entlang geschaut habe. 🙂
    Ich krieg grad wieder richtiges Fernweh nach Bali…

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  • […] wir nicht zurück nach Ubud fahren, sondern mit ein paar Zwischenstops an Sehenswürdigkeiten und Tempeln direkt nach Amed gebracht werden. Gegen einen geringen Aufpreis war dies auch absolut kein […]

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  • […] schöner kleiner und ruhiger Tempel, der nicht ganz so überlaufen ist und die pure Idylle ausstrahlt. Ich habe die Atmosphäre hier […]

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