Europa, Reise, Spanien 1

5 Tage Barcelona – Kurztrip in die Metropole am Mittelmeer

8. Februar 2018

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Ich sitze am Platja de la Mar Bella und schaue den Spaziergängern, den Wellen und den Möwen zu. In der Ferne sehe ich das markante Hotel W und das erste Mal während dieser Reise überkommt mich ein richtiges Glücksgefühl. Doch gleichzeitig frage ich mich, wieso dieses Gefühl nicht bereits eher eintrat? Wieso überkommt es mich erst am letzten Tag meiner Barcelona Reise?

Barcelona konnte mich nicht zu 100% überzeugen, aber dennoch möchte ich dir meine Tipps und die schönsten Sehenswürdigkeiten für die Metropole am Mittelmeer mit auf den Weg geben. 5 Tage habe ich im Winter in Barcelona verbracht. Meine Tipps eignen sich aber natürlich auch für die Sommerzeit 😉

Tag 1

Park Güell – das Meisterwerk von Gaudí

Mein erster Tag in Barcelona startet mit der Top-Sehenswürdigkeit der Stadt: dem Park Güell von Antoni Gaudí. Wir alle kennen das typische Bild von Barcelona: Zuckergussdächer, bunte Mosaik-Steine und dahinter der weite Blick über die Stadt. Genau das ist es, was ich jahrelang mit Barcelona verbunden habe und deshalb starte ich genau hier meine Sightseeing-Tour.

Ich laufe die Wege hinauf bis zum höchsten Punkt des Parks und lasse meinen Blick über die vor mir liegende Stadt und das dahinterliegende Meer schweifen. Ein toller Ausblick auf das für mich noch unbekannte Barcelona. Doch ist es noch nicht DAS Bild wonach ich suche und somit begebe ich mich zurück zum Eingang des Parks und zur Kasse.

Denn für diesen Teil benötigst du ein Ticket. Mit dem Ticket wird dir ein Time-Slot zugewiesen und du kannst nur zu diesem Zeitpunkt den Park betreten. Einmal im Park, kannst du jedoch so lange bleiben wie du möchtest. An der Kasse sagt man mir jedoch, dass die Wartezeit derweil über eine Stunde beträgt. Da ich 5 Tage Zeit in Barcelona habe, beschließe ich, zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal wiederzukommen.

Am vorletzten Abend in Barcelona buche ich ein Ticket für den kommenden Tag und entscheide mich für den ersten Time-Slot um 8:30 Uhr. Die perfekte Entscheidung, denn somit erlebe ich den Sonnenaufgang im Park Güell und die Massen an Touristen halten sich zu dieser Uhrzeit noch in Grenzen. Wobei ich mich für DAS Foto trotzdem durch Selfiesticks und Touristen quetschen muss.

Hier mein Tipp: buche dein Ticket für den Park Güell unbedingt vorab, damit du entspannt an der Kassenschlange vorbei spazieren kannst und erkunde den Park so früh wie möglich, um den Touristenmassen halbwegs zu entkommen.

Hier kannst du dein Ticket direkt online buchen!

Sagrada Familia – Barcelonas Langzeitbaustelle

Nach dem ersten Highlight Gaudís lockt mich direkt das nächste Bauwerk: die Sagrada Familia, die vom Park Güell eine halbe Stunde Fußweg entfernt liegt und von dort aus perfekt ausgeschildert ist.

Angekommen an der ewigen Baustelle Barcelonas kämpfe ich mich wieder durch Selfiesticks und Touristen, die alle auf der Jagd nach dem perfekten Foto sind. Ein Foto der gesamten Kirche ohne Baukräne ist jedoch unmöglich.

Mit dem Bau der Kirche wurde im Jahr 1882 begonnen. Im Jahr 2026, zum 100. Todestag Gaudís, soll sie fertiggestellt werden.

Das Innere der Kirche erspare ich mir, da die Schlange endlos ist! Auch hier würde ich dir dringend raten, die Tickets im Voraus zu buchen.

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Hospital de Sant Pau – der kleine Geheimtipp in Barcelona

Nur einen Katzensprung von der Sagrada Familia entfernt liegt das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau. Ein altes Krankenhaus, welches du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Schlendere von der Sagrada Familia einmal über die Av. de Gaudí und du läufst direkt auf das Krankenhaus zu.

Ein altes Krankenhaus ist zwar eine eher ungewöhnliche Sehenswürdigkeit, aber diese lohnt sich wirklich, denn das Gebäude im katalanischen Jugendstil ist eine echte Augenweide. Außerdem sind hier noch nicht so viele Touristen zugegen. Somit ist das Krankenhaus noch ein kleiner Geheimtipp für Barcelona.

Tag 2

Museu Nacional d’Art de Catalunya – der Kunst-Palast

Am zweiten Tag meiner Reise mache ich mich auf den Weg, um die Umgebung rund um den Berg Montjuïc zu erkunden. Dabei stolpere ich am Fuße des Berges als erstes über das Museu Nacional d’Art de Catalunya (MNAC). Die Aussicht von hier auf den berühmten Plaça d’Espanya und Barcelona ist wirklich toll und das Museum selbst ist ein ziemlich imposantes Gebäude, das schon fast Schloss-Charakter besitzt. Auch Kunstbanausen, die keine Lust auf einen Museumsbesuch haben, kommen also hier durchaus auf ihre Kosten!

Wenn du dir die Ausstellung im Museum ansehen möchtest, kannst du dein Ticket hier online buchen!

Olympiapark – der Spielplatz für Fotografen

Der Olympiapark wird bislang nur von wenig Touristen besucht und somit bin ich während meines Aufenthalts fast allein hier, obwohl er nur wenige Gehminuten vom Museu Nacional d’Art de Catalunya entfernt liegt. Neben dem Olympiastadion steht hier außerdem der bizarre Fernsehturm „Torre de comunicacions de Montjuïc“ (auch Torre Telefonica genannt). Das Areal ist groß und du kannst dich hier fotografisch wunderbar austoben! Auch die Aussicht ist mal wieder grandios.

Castell Montjuïc – Barcelonas Festung

Meinen Besuch am Olympiapark verbinde ich direkt mit einem Besuch des Castell Montjuïc, einer alten Festung, die früher zum Schutz der Stadt und des Hafens diente. Von außen finde ich die Festung, die auf dem Montjuïc liegt, relativ unspektakulär, allerdings ist die Aussicht von hier auf den Hafen von Barcelona ziemlich nett. Ich entschließe mich, die Festung nicht von innen zu besichtigen, da die Schlange wieder einmal viel zu lang ist.

Wenn du Lust hast, kannst du auch mit der Seilbahn hoch zum Castell fahren. Diese hält an drei Stationen: Parc de Montjuïc, Miramar und Castell de Montjuïc. Das Ganze funktioniert natürlich auch in die andere Richtung. Das Ticket für die Seilbahn kannst du hier direkt online buchen!

Ich jedoch entscheide mich, den Weg runter bis zum Hafen zu laufen.

Der Hafen – wo Containerschiff auf Mega-Yacht trifft

Schiffe faszinieren mich bereits seit meiner Kindheit. Deshalb komme ich auch nicht drum herum den Hafen von Barcelona zu besuchen. Vom Containerschiff, über das Kreuzfahrtschiff bis hin zur Luxus-Mega-Yacht liegt hier wirklich alles. Außerdem befindet sich am Hafen das riesige Einkaufszentrum Maremagnum.

Tag 3

Barceloneta – der quirlige City-Strand

Früh am morgen mache ich mich auf den Weg zum Barceloneta. Wer mich schon ein bisschen kennt weiß, dass ich Sonnenaufgänge liebe und dafür gern bereit bin, richtig früh aufzustehen. Ich treffe nur auf wenige Jogger und ein paar Gleichgesinnte, die ebenfalls mit Kamera in der Hand unterwegs sind, um die aufgehende Sonne zu fotografieren.

Am Abend ist es am Barceloneta deutlich voller. Dann wimmelt es hier nur von Menschen, die gemeinsam am Strand sitzen und die Abendstimmung genießen.

Hotel W – der 5 Sterne Bunker

Direkt am Barceloneta liegt das markante Hotel W, welches stark an den Burj Al Arab in Dubai erinnert und vom Architekten Ricardo Bofill entworfen wurde. Das Hotel ist ein großartiges Fotomotiv und gehört eigentlich schon zu den Wahrzeichen Barcelonas. Insbesondere der starke Kontrast von moderner Architektur und natürlicher Umgebung hat es mir angetan.

Barri Gòtic – das gotische Viertel in Barcelona

Nachdem ich genug vom Meer und Strand habe (geht das überhaupt?), mache ich mich auf den Weg Richtung Barri Gòtic, dem gotischen Viertel in Barcelona. Ich laufe durch schmale Gassen vorbei an kleinen Vintage-Läden, netten Cafés und Restaurants und knallbunter Street Art. Ich verliere mich in den vielen kleinen Straßen und habe genau gar keinen Plan, wo ich eigentlich bin. Doch auf diese Weise entdecke ich die schönsten Dinge der Stadt.

Kathedrale von Barcelona – die schnatternde Kirche

Zu einem Besuch in Barcelona gehört natürlich auch die gotische Kathedrale „La Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia“, die im Barri Gòtic auf dem Pla de la Seu liegt. Geweiht ist die Kathedrale der Stadtpatronin Santa Eulàlia, die mit 13 Jahren zu Tode gefoltert wurde. Angeblich wurde sie in ein Fass, welches mit Messern gespickt war, gesteckt und durch die Straßen gerollt. Im Kreuzgang der Kathedrale leben noch heute 13 Gänse, die an das Schicksal der jungen Gänsehirtin erinnern sollen.

Bunkers del Carmel – Romantik pur am Luftschutzbunker

Lange Zeit war es ein Geheimtipp, mittlerweile sind aber auch hier die Touristen angekommen. Insbesondere am Abend zieht es viele Menschen zu den Bunkers del Carmel auf dem Turó de la Rovira um gemeinsam den Sonnenuntergang anzuschauen. Kühle Getränke und ein paar Snacks bringt sich jeder selbst mit und schon ist die Stimmung am alten Luftschutzbunker über den Dächern Barcelonas perfekt.

Um zu dem alten Luftschutzbunker zu gelangen, nimmst du einfach den Bus V17 bis Carmel und steigst an der Endstation aus. Von dort ist es noch ein kleiner Fußmarsch bis nach oben.

Tag 4

Tibidabo – Jesus auf dem Abenteuerspielplatz

Er schiebt sich während einer Reise nach Barcelona immer wieder in dein Blickfeld und ist kaum zu übersehen: der 512 Meter hohe Tibidabo ist der höchste Berg der Umgebung und eignet sich prima für einen kleinen Ausflug. Von oben hast du eine grandiose Aussicht auf Barcelona und das Hinterland.

Außerdem befindet sich auf dem Gipfel ein kleiner Freizeitpark sowie die Kirche Temple Expiatori del Sagrat Cor, auf deren Spitze eine große Christusstatue steht. Eine sehr ungewöhnliche Mischung, da mich die Kirche mit den bunten Fahrgeschäften davor aus der Ferne immer ein wenig an Disneyland erinnert hat.

Mit einem Fahrstuhl kannst du auch bis hoch zur Christusstatue fahren, von wo die Aussicht wirklich phänomenal ist! Die Fahrt nach oben kostet 3,50€.

Viele Wege führen hoch zum Tibidabo. Die wohl einfachste Lösung um hinaufzukommen ist der Tibibus. Dieser fährt vom Plaça Catalunya (direkt an der Ecke bei Desigual) und kostet pro Fahrt 3 Euro.

Mercat de La Boqueria – das wuselige Food-Paradies

An meinem vorletzten Tag in Barcelona nehme ich mir endlich ein Herz und laufe das erste Mal über die berühmte La Rambla. Eigentlich wollte ich mir das ersparen, denn ich hasse überfüllte Einkaufsstraßen. Doch ich möchte unbedingt auf den Markt La Boqueria, der sich direkt an der La Rambla befindet.

Dort angekommen werde ich überwältigt von Stimmengewirr und Menschenmassen. An den Marktständen werden verschiedene Tapas, bunte Fruchtsäfte, frische Obstsalate, süße Kleinigkeiten, Fleisch, Fisch, Käse und die unterschiedlichsten Lebensmittel angeboten. Ein wahres Paradies für alle Food-Liebhaber und Fotografiebegeisterte, denn an jeder Ecke warten spannende Motive auf dich.

Monument a Colom – der Entdecker höchstpersönlich

Unübersehbar steht das knapp 60 Meter Kolumbus-Denkmal am südlichen Ende der La Rambla. Ich habe eigentlich überhaupt nicht geplant die Aussichtsplattform auf der Säule zu besuchen – schließlich war ich bereits bei einigen Aussichtspunkten.

Doch dann entscheide ich mich ganz spontan für einen Besuch am Abend, als es bereits dunkel ist. Der Fahrstuhl im Inneren der Säule bringt mich nach oben und ich trete hinaus auf die winzige Plattform. Viel Platz ist hier oben wirklich nicht, doch ich habe die Aussichtsplattform an diesem Abend ganz für mich alleine und kann die Aussicht so wunderbar genießen.

Hier kannst du dein Ticket direkt online buchen!

Tag 5

Plaça del Sol – der Schöne

Da ich ja bereits ganz oben geschrieben habe, dass ich auch an meinem letzten Tag noch einmal im Park Güell war, verzichte ich an dieser Stelle darauf und mache direkt mit dem Plaça del Sol weiter, den ich direkt danach besucht habe. Der Platz liegt im schönen Stadtteil Gràcia und du findest hier eine Vielzahl an Cafés und Bars.

Platja de la Mar Bella – die ruhige Perle

An meinem letzten Tag mache ich mich außerdem noch einmal auf den Weg zum Strand. Diesmal soll es jedoch nicht zum Barceloneta, sondern zum Platja de la Mar Bella gehen. Ich setze mich ans Meer und schaue mir Barcelona ein wenig abseits vom Trubel an, denn dieser Strand ist weitaus weniger besucht als der berühmte Barceloneta. Es ist kalt und ich frage mich, wie die Schwimmer es im Wasser aushalten.

Ich entscheide mich dazu, den letzten Tag in Barcelona dazu zu nutzen, kreuz und quer durch die Stadt zu fahren und die Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die ich bislang noch nicht gesehen habe oder für die ich mir nur wenig Zeit genommen habe.

Casa Battlò & Casa Milà – die überteuerten Schönheiten

Gaudí hat seine Spuren wirklich überall in der Stadt hinterlassen. Zwei weitere Meisterwerke sind die Gebäude Casa Battlò und Casa Milà, die nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt liegen.

Auch hier habe ich mir das Innere der Gebäude erspart, da der Eintritt pro Gebäude mehr als 20 Euro kosten sollte. Aus meiner Sicht ist das völlig übertrieben – aber dennoch stehen die Touristen hier Schlange und warten auf Einlass.

Wenn du bereits in den Gebäuden warst und mehr darüber berichten kannst, würde mich ein kurzer Bericht deinerseits unten in den Kommentaren sehr freuen. Lohnt sich der horrende Eintrittspreis?

Solltest du dich für den Eintritt entscheiden, kannst du dein Ticket für das Casa Battlò direkt hier online buchen!

Das Ticket für die Casa Milà erhälst du hier.

Ansonsten sind die beiden Gebäude auch von außen sehr schön anzuschauen und sie heben sich deutlich von ihrer Umgebung ab.

Parc de la Cituadella – die grüne Oase

Während ich relativ planlos durch Barcelona laufe, stolpere ich plötzlich in eine kleine Oase mit Grünflächen, einem See, Brunnen etc. Slackliner balancieren zwischen den Bäumen entlang, Straßenverkäufer versuchen ihre bunten Tücher an den Mann und an die Frau zu bringen und Familien sitzen gemütlich beim Picknick. Dieser Ort inmitten der Millionen Metropole eignet sich prima, um ein wenig abzuschalten.

Arc del Triomf – der majästätische Backsteinbogen

Vom Parc de la Cituadella geht es für mich über die Promenade direkt weiter zum Triumphbogen, der nur einen Katzensprung entfernt liegt. Vor dem Bogen aus rotem Backstein tummeln sich gerade einige Schaulustige um einen Straßenmusiker, der eine wirklich gute und lustige Show abliefert.

Torre Glòries – Augenweide oder Katastrophe?

Einen starken Kontrast zum bereits gezeigten Barcelona ist der Torre Glòries, der früher als Torre Agbar bezeichnet wurde. Er gehört zu den wenigen Hochhäusern, die du in Barcelona sehen kannst. Bislang habe ich mich noch nicht entscheiden können, ob ich dieses gurkenförmige Bauwerk hübsch oder hässlich finden soll. Was meinst du dazu?

Wie bereits zu Beginn erwähnt, hat mich Barcelona nicht zu 100% überzeugen können. Die Stadt ist durchaus schön, keine Frage! Doch hat sie bei mir absolut keine Emotionen ausgelöst. Bei meinem Städtetrip nach Moskau sah das z.B. ganz anders aus. Hier kannst du meine Liebeserklärung an Moskau nachlesen.

Warst du bereits für mehrere Tage in Barcelona? Wenn ja, wie hat es dir dort gefallen? Hast du vielleicht noch ein paar Geheimtipps für die Metropole? Dann schreib es gern in die Kommentare!

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1 Kommentar

  • Ali says: 9. Februar 2018 at 9:29 am

    Hey! Ein toller Bericht über Barcelona. Über das Casa Milá kann man noch hinzufügen, dass es einer Umweltorganisation gehört, die über die Einnahmen unter anderem auch ihre Projekte mitfinanzieren. Zudem ist es wirklich einzigartig auch von innen, ohne grade Wände, Fahrstühle die so versteckt sind, dass man sie für Besenschränke hält und der ständigen Frage, wie haben die die Möbel da hineingekommen! Also ich würde sagen teuer aber man ärgert sich am Ende nicht, das Geld ausgegeben zu haben.
    Liebe Grüße Ali

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