Fotografie 4

Frau Nebel im Nebel auf dem Nebelhorn

15. Juni 2016

Sorry, aber die Überschrift musste einfach sein!

Zum vierten Mal fand in diesem Jahr der Oberstdorfer Fotogipfel in der südlichsten Region Deutschlands statt. Zu diesem Event wurden Blogger und Journalisten von Manfrotto ins Allgäu eingeladen, um die neue Off Road Collection (Rucksäcke & Stative) zu testen.

Aus der Blogger-Welt mit dabei waren Jenny & Basti von 22 Places, Inka von Blickgewinkelt, Florian von Phototravellers und meine Wenigkeit. Der Fotograf Michael Frede  stand uns außerdem mit Rat und Tat zur Seite.

Fotolocation 1: Nebelhorn

Vor der offiziellen Eröffnung des Fotogipfels wurden wir mit Kameras von Olympus, sowie mit Rucksäcken und Stativen aus der neuen Off Road Collection von Manfrotto ausgestattet. Ich entschied mich für die Olympus OM-D E-M1, einen 20 l Rucksack sowie das Stativ der neuen Kollektion.

Das Equipment sollte natürlich ausführlich von uns getestet werden, sodass wir uns gemeinsam mit allen Teilnehmern auf den Weg zum Nebelhorn machten.

Der erste Fotostop lag an der Mittelstation, der Seealpe. Trotz des schlechten Wetters waren wir alle hochmotiviert und der Regen störte uns eher weniger. Meine eigene Kamera hätte ich diesem Regen niemals ausgesetzt, doch die Olympus OM-D E-M1* ist Spritzwasser geschützt und somit ideal für schlechte Wetterverhältnisse.

Ich war anfangs skeptisch, ob bei diesem dichten Nebel überhaupt gute Bilder entstehen können. Doch die Ergebnisse überraschten mich. Insbesondere die mystische Stimmung und der Nebel, der über den Tannen hing, hat mich verzaubert. Schönes Wetter kann ja schließlich jeder 😉

Rund um den See an der Mittelstation waren im Rahmen des Oberstdorfer Fotogipfels großformatige Fotografien ausgestellt, die wir uns natürlich auch noch angesehen haben.

Anschließend ging es noch eine Station höher, zur Station Höfatsblick. Leider klarte das Wetter nicht auf, doch allein für die Fotogipfel-Ausstellung „Our World is beautiful“ auf dem Höhenpanoramaweg hat sich die Auffahrt gelohnt. Außerdem konnte ich noch ein paar Blümchenbilder schießen, bevor wir uns wieder auf den Weg ins Tal machten.

Fotolocation 2: Breitachklamm

Nach einer kurzen Verschnaufpause in der Alpe Dornach, fuhren wir zur Breitachklamm, der tiefsten Felsenschlucht Mitteleuropas.

Hier wurden insbesondere die Kameras noch einmal auf eine harte Probe gestellt, denn das Wasser kam diesmal nicht nur von oben, sondern auch von unten. Doch die Olympus OM-D E-M1* hielt, was sie versprach.

In der Klamm kam dann auch endlich das erste Mal das Stativ zum Einsatz. Eigentlich bin ich kein Freund von Stativen, da ich mich dadurch eingeschränkt fühle und mich der Aufbau immer ziemlich nervt.

Aber ich wollte unbedingt ein Bild mit Langzeitbelichtung machen, um das Wasser schön weich darzustellen. Für meinen ersten Versuch find ich es recht gelungen.

Auf dem Rückweg lief mir noch ein Alpensalamander über den Weg, der natürlich direkt als Model herhalten musste.

Außerdem entstand in der Breitachklamm das Bild, welches ich bei unserm Teilnehmer-Fotowettbewerb von Manfrotto eingereicht habe. Hiermit belegte ich den 3. Platz und bekam somit einen Gutschein für einen CEWE Alu-Dibond Druck. Ich bin schon super gespannt drauf!

Oberstdorfer Fotogipfel

Am Abend fand dann die offizielle Eröffnung des Oberstdorfer Fotogipfels statt. Schirmherr in diesem Jahr war der Fotograf Anatol Kotte mit seiner Ausstellung „Menschen, Bilder, Ikonen“. Wer sich für großartige Fotografien interessiert, sollte dem Fotogipfel in jedem Fall im nächsten Jahr einen Besuch abstatten.

Am Tag der Abreise war das Wetter übrigens traumhaft schön. Glücklicherweise hatte ich noch ein paar Stunden Zeit und ich konnte noch einmal aufs Nebelhorn fahren und diesmal die Aussicht genießen. Leider nur mit meinem Handy bewaffnet…

Testbericht Olympus OM-D E-M1

Vor unserer Tour hatte ich die Wahl zwischen der Olympus OM-D E-M1* und der Olympus OM-D E-M5 Mark II*. Ich entschied mich relativ schnell für die E-M1, da diese für meinen Geschmack besser in der Hand lag.
Die Kamera stand mir zwar während des gesamten Presse-Events zur Verfügung, doch natürlich konnte ich in dieser Zeit nicht alle Funktionen testen.

Nach einer kurzen Einweisung kam ich ziemlich schnell mit der Kamera zurecht. Solange ich weiß, wo Blende, ISO und Belichtungszeit eingestellt werden, bin ich glücklich und kann loslegen – der Rest kommt dann irgendwann von selbst.

Was natürlich sofort überzeugen konnte, ist das geringe Gewicht der Kamera, sowie die Größe. Als Objektiv bekam ich das Olympus M.Zuiko 12-40 mm 1:2.8 Objektiv* dazu.

Gewöhnungsbedürftig finde ich jedoch den elektronischen Sucher, den ich von meiner DSLR nicht gewöhnt bin. Hier bevorzuge ich dann doch die optische Variante.

Schwer beeindruckt war ich jedoch vom Spritzwasser-Schutz. Meine eigene Kamera würde ich selbst bei leichtem Nieselregen sofort sicher verstauen – doch selbst starker Regen konnte der Olympus nichts anhaben. Laut Hersteller ist die Kamera übrigens auch gegen Staub und Frost geschützt – das konnte ich dann aber leider (oder auch glücklicherweise) nicht mehr testen.

Der Auslöser lässt sich für meinen Geschmack schon fast zu einfach betätigen – es kam häufiger vor, dass ich versehentlich Bilder vom Boden etc. geschossen habe. Aber ich denke, das ist eher eine Sache der Gewöhnung.

Lange Zeit habe immer gedacht, flexible Displays, die ausklappbar sind, seien total überflüssig und völliger Schnick schnack. Doch in manchen Situtation kann das doch sehr praktisch sein. Insbesonderen, wenn du aus der Froschperspektive fotografieren willst. Definitiv ein Pluspunkt für die Kamera!

Genug drum herum geredet. Wie ist denn nun eigentlich die Bildqualität? Egal ob Langzeitbelichtung oder Blümchenbilder – die Bildqualität konnte mich in Kombi mit dem 12-40mm 2.8 voll und ganz überzeugen!

Aber würde ich mir die Kamera selbst zulegen? Ich würde gerne, quasi als kleine Alternative, wenn ich keine Lust habe viel zu schleppen oder als Kamera, die ich immer dabei habe. Doch leider ist mir das gute Stück schlicht und ergreifend zu teuer. Das Gehäuse ohne Objektiv kostet bei Amazon momentan um die 1000 Euro…

Testbericht Manfrotto Off Road Stativ

Auch für das Stativ hatte ich leider nicht so viel Zeit, doch es konnte in jedem Fall beim Gewicht überzeugen: bei einer maximalen Arbeitshöhe von 122cm bringt das gute Stück nur 650 Gramm auf die Waage.

Die Kamera ist schnell und einfach mit einer Schraube auf dem Kugelkopf montiert, welcher bis zu 2,5 Kilogramm tragen kann.

Das Ausziehen der Beine funktioniert hier auf eine ganz andere Art, denn es gibt keine typischen Klemmen. Beim Manfrotto Off Road Stativ* werden die Beine über einen Drehmechanismus verlängert. Dadurch können die Beine auch komplett abgeschraubt, und bei Bedarf gereinigt werden.

Für einen ausführlichen Testbericht habe ich mich leider nicht lang genug mit dem Stativ beschäftigt aber trotzdem hat es mir ziemlich gut gefallen. Ich werde es mir nochmal genauer ansehen und dann entscheiden, ob ich es nicht vielleicht sogar kaufen soll.

Testbericht Manfrotto Off Road Rucksack

Manfrotto bietet zwei Größen des neuen Off Road Rucksacks an: einen 20 l* und einen 30 l Rucksack*. Ich entschied mich für die kleinere Variante, da ich nicht viele Sachen mitnehmen wollte.

An der Seite des Rucksacks befindet sich ein Kamerafach, was ich super praktisch finde. Auf diese Weise kann der Rucksack über eine Seite nach vorn geholt werden und die Kamera ist sehr leicht zu entnehmen, ohne dass der Rucksack komplett abgenommen werden muss. Da ich jedoch Linkshänder bin, befindet sich die Kameratasche leider auf der falschen Seite. Ich würde den Rucksack eher über die rechte Seite zu mir holen und die Kamera mit der linken Hand entnehmen.

Was sehr positiv ist, ist der Platz für andere persönliche Dinge wie z.B. eine Wasserflasche, Klamotten etc. Für das Smartphone gibt es eine extra Tasche am Hüftgurt. Leider war mein Galaxy A5 mit Hülle zu groß dafür. Aber das Handy ist auch wirklich nicht das kleinste Model.

Die Kameratasche ist komplett herausnehmbar, sodass der Rucksack im Handumdrehen in einen normalen Trekking-Rucksack verwandelt werden kann. Aber wer geht schon ohne Kamera auf Tour? 😉

Beim 20 l Rucksack* bietet die herausnehmbare Kameratsche Platz für Kamerabody mit aufgesetztem Objektiv sowie ein weiteres Objektiv und ein wenig Kleinkram wie z.B. Ersatzakkus. Selbstverständlich wird auch eine Hülle mitgeliefert, um den Rucksack und insbesondere den Inhalt vor Regen zu schützen.

Für die Stadt bzw. große Menschenansammlung ist der Rucksack meiner Meinung nach nicht geeignet, da das Kamerafach seitlich angebracht ist und Langfinger somit relativ leicht an deine geliebte Kameraausrüstung gelangen könnten. Doch die Kollektion heißt ja auch nicht umsonst Off Road!

Ich selber bin eigentlich dauerhaft auf der Suche nach neuen Fototaschen, da ich DIE EINE noch nicht gefunden habe. Rucksäcke hatte ich bislang noch gar nicht in Erwägung gezogen, da ich sie nicht so schick finde. Aber irgendwie hat mich der Rucksack doch überzeugen können. Ich werde mir in jedem Fall noch weitere Rucksäcke von Manfrotto ansehen – vielleicht ist ja DER EINE Rucksack dabei.

Wie sieht es bei dir aus? Bist du eher Fan von Kamerataschen oder Rucksäcken? Hinterlasse deine Meinung gern in den Kommentaren!

 

Anreisekosten, Verpflegung und Hotelübernachtung wurden freundlicherweise von Manfrotto übernommen. Herzlichen Dank dafür!

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4 Kommentare

  • Florian says: 15. Juni 2016 at 4:55 pm

    Hi Luisa,

    schön, dass wir uns auf dem Event kennengerlernt haben. Und nochmal Gratulation zu deinem dritten Platz 🙂

    Liebe Grüße
    Florian

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    • Luisa says: 15. Juni 2016 at 6:09 pm

      Hi Flo, dankeschön 🙂 Hat mich auch sehr gefreut! Dann sieht man sich hoffentlich beim nächsten Event! VG Luisa

      Reply
  • Fotoparade: Best of 1/2016 | sunnyside2go says: 6. Juli 2016 at 1:48 pm

    […] Kategorie bunt geht es direkt weiter zum Gegenteil – dem Schwarz-Weiß Bild. Das Bild ist in Oberstdorf, der südlichsten Region Deutschlands, entstanden. Das Wetter war während dieser Reise grausam und […]

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  • […] Das Nebelhorn hat seinen Namen nicht umsonst – beweisst „Frau Nebel“ 😉 […]

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