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Sandboarding in Südafrika – der perfekte Abschluss für deine Reise

8. April 2017

Wie sieht bei dir normalerweise der perfekte Urlaubsabschluss aus? Lässt du es ganz entspannt angehen oder hast du Lust nochmal ein wenig Action zu erleben, bevor es wieder Richtung Heimat geht?

Ich persönlich mag es eigentlich lieber entspannt – doch in Südafrika sah das ein bisschen anders aus. Meinem Freund und mir blieb noch ein halber Tag, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen nach Port Elizabeth machen mussten. Was stellt man in der kurzen Zeit in Südafrika also noch an? Man geht auf den Alexandria Coastal Dunes sandboarden!

Sandboarding auf den Alexandria Coastal Dunes

Die Alexandria Coastal Dunes liegen in Colchester, nur wenige Kilometer vom Addo Elephant Nationalpark entfernt. Mit dem Touranbieter Sundays River Adventure kannst du einen Sandboarding-Ausflug zu den Dünen buchen. Entweder du rufst selbst an oder du fragst mal an der Rezeption deiner Unterkunft – die buchen die Tour sicher auch für dich. Alternativ kannst du aber auch einfach online buchen.

Nachdem du auf dem Gelände des Veranstalters angekommen bist und den üblichen Sicherheitskram unterschrieben hast, startet die Tour mit einer ca. 10-minütigen Bootsfahrt entlang des Sundays River. Hier kannst du noch einmal kurz entspannen und die wunderschöne Landschaft, von der du umgeben wirst, genießen.

Angekommen an den Alexandria Coastal Dunes bekommst du ein Board in die Hand gedrückt und eine kurze Einweisung vom Guide, wie du dich aufs Board stellst, wie du am besten aufstehen kannst etc. Unser Guide war super lieb, bemüht und hilfsbereit –  allerdings stand er selbst erst zweimal auf einem Sandboard – ist halt nicht jedermanns Sache.

Bevor es richtig losgehen kann musst, du dein Board wachsen und anschließend mit Sand abreiben, damit du auch ordentlich in Fahrt kommst. Das wird dir aber vor Ort alles gezeigt und erklärt. Wachs ist natürlich vorhanden. Nachdem dein Board fertig gewachst und abgerieben ist, kannst du es dir unter den Arm klemmen und den anstengendsten Part bewältigen: der Weg nach oben!

Dort angekommen schnallst du dein Board fest und schon kann es losgehen – sofern du dich traust. Ratet mal, wer vor versammelter Mannschaft den Anfang machen durfte…

Die ersten Versuche sind natürlich eher holprig und enden meist auf dem Hintern oder mit viel Sand im Gesicht. Aber nach und nach wirst du es schaffen, dich ein wenig länger oben zu halten. Kindern fällt das Ganze übrigens wesentlich leichter, da die meisten keine Angst haben, nicht lange überlegen und es einfach machen.

Der Sand ist, auch wenn es nicht danach aussieht, wahnsinnig hart und ein Sturz kann echt übel wehtun. Ich habe auch nach Wochen noch Schmerzen am Steißbein gehabt – aber ganz ehrlich? Das war es absolut wert!

Dein Board musst du nach jeder zweiten Fahrt neu wachsen und wieder mit Sand abreiben – das ist nervig aber sonst funktioniert es einfach nicht.

Vergiss vor lauter sandboarden aber nicht, die wunderschöne Landschaft um dich herum zu genießen, denn diese ist wirklich einzigartig!

Zwischendurch werden immer mal wieder Fotos vom Guide gemacht, die auch auf der Facebook-Seite von Sundays River veröffentlicht werden. Wenn du was gegen die Veröffentlichung hast, sag es am besten direkt am Anfang! Unser Guide hat uns aber auch extra noch einmal gefragt, ob es in Ordnung ist bzw. ob wir auf den Bildern zu sehen sein wollen.

Nach gut drei Stunden endet die Tour und du wirst mit dem Boot zurück gebracht. Es besteht die Möglichkeit, auf dem kleinen Gelände kalt duschen zu gehen, was ich dir auch dringend raten würde! Trotzdem wirst du den Sand auch nach mehreren Tagen noch an den unvorstellbarsten Stellen deines Körpers finden 😀

Was du zum sandboarden brauchst – und was nicht

Feste Schuhe sind beim sandboarden super wichtig! Wer in Flip Flops dort aufkreuzt, kann höchstens auf dem Hintern die Dünen runterrutschen. Da du auf den Dünen absolut keinen Schatten finden wirst, sind Sonnenbrille und Sonnencreme unerlässlich. Nimm außerdem ausreichend Flüssigkeit mit.

Ansonsten kann ich dir nur ans Herz legen: nimm so wenig wie möglich mit. Alles, was keinen Sand verträgt solltest du am besten direkt im Auto lassen. Ich war wirklich froh, dass ich meine Kamera nicht mitgenommen habe, denn die würde jetzt sicher ordentlich knirschen! (Ich hab da leider schon meine Erfahrungen mit machen können…) Stattdessen hatte ich für Fotos und Videos nur die Actioncam und mein Handy dabei.

Einmal sandboarden in Südafrika – was kostet’s?

Die 3-stündige Tour bei Sundays River Adventure hat für zwei Personen 1200 Rand gekostet. Umgerechnet sind das in etwa 80 Euro. Du zahlst also 40 Euro pro Person für etwa 3 Stunden sandboarden.

Adresse, Kontakt & nützliche Infos

Adresse:
Sundays River Adventure
1 Jetty Street, Colchester
Port Elizabeth
Tel.: +27 71 185 6565

Touren starten im Winter meist um 9 Uhr und 13 Uhr  und im Sommer um 8 Uhr und 14 Uhr.

Sandbaorden in Südafrika mit Sundays River Adventure – mein persönliches Fazit

Die Tour hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, auch wenn es teilweise sehr schmerzhaft ist und davon auch noch lange Zeit etwas zu spüren war.

Was ich ein wenig schade finde, dass bei der Tour niemand mitfährt, der wirklich sandboarden kann. Es wäre schön, wenn man es einmal richtig gezeigt bekommt und nicht nur eine kurze Einweisung von jemandem bekommt, der bislang nur zweimal auf dem Board stand.

Trotzdem war es eine coole neue Erfahrung für mich und ich würde es jederzeit wieder machen!

Warst du schon einmal in Südafrika sandboarden? Oder hast du damit noch far keine Erfahrungen sammeln können? Schreib es gern in die Kommentare!

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Fotos: alles Bilder, auf denen mein Freund und ich zu sehen sind, wurden von unserem coolen Guide Marius gemacht!

9 Kommentare

  • Gina says: 10. April 2017 at 6:29 pm

    Liebe Luisa,

    das hört sich wirklich rasant und nach einem tollen Erlebnis an.
    Ich muss zugeben, für mich wäre das vermutlich nix, da bin ich zu schissig 😉
    Aber euch hat es ja offensichtlich viel Spaß gemacht.

    LG
    Gina

    Reply
  • Victoria says: 11. April 2017 at 6:21 am

    Hallo Luisa,

    das klingt ja echt toll. Ich wäre das sicher sofort dabei gewesen. Mit Snowboard Erfahrung hat man bestimmt auch einen Vorteil, oder? Überraschend fand ich, dass der Sand hart ist, sieht wirklich nicht so aus.

    Liebe Grüße
    Victoria

    Reply
  • Kuno says: 11. April 2017 at 11:06 pm

    Hallo Luisa,
    dein Artikel kommt wie gerufen! Ich bin zwar nicht in Südafrika, dafür aber in Peru und überlege hier in der Wüste zu sandboarden. Was soll ich sagen, meine Entscheidung ist soeben gefallen und ich werde die rasante Herausforderung annehmen. Auch wenn Steißbein oder was auch immer nachher schmerzen, es hört sich nach einem tollen Erlebnis an! 🙂
    Liebe Grüße, Kuno

    Reply
  • Steffi says: 12. April 2017 at 7:53 am

    Hallo Luisa,

    ich lasse meinen Urlaub im Normalfall auch viel lieber gemütlich ausklingen.
    Aber eure Sandboardingtour klingt nach einer echten Alternative 🙂

    Ich hab die ganze Zeit beim Lesen gedacht, „Neee und Iiiihhh, ich will doch dann nicht so sandig den langen Heimflug antreten“. Aber dann kam ja zum Glück noch Deine Info mit den Duschen. Unter diesen Umständen könnte ich mir auch ein bisschen Action vor dem Heimflug gut vorstellen 🙂

    Viele Grüße
    Steffi

    Reply
  • Susanne says: 12. April 2017 at 8:16 am

    Oh, das würde ich auch gerne probieren. Ich gehöre zwar auch in die Kategorie Schisser, aber was im Schnee mal geklappt hat sollte im Sand doch auch gehen.
    Ein super Tipp, den ich mir unbedingt merken muss.
    DANKE!!!!!!
    Lieben Gruß Susanne

    Reply
  • Eddy says: 12. April 2017 at 9:07 am

    Hallo Luisa, wir haben so etwas auch schon einmal gemacht, auf Florianopolis in Brasilien. Allerdings ohne wachsen und Abreiben….wahrscheinlich sind die Brasis etwas entspannter oder haben “bessere” Bretter… werde mir den südafrikanischen Spot merken, sollte es mich einmal dorthin verschlagen. LG, Eddy

    Reply
  • Mario says: 13. April 2017 at 5:27 pm

    Schöne Gegend und coole Dünen. Da ich Snowboarden nicht mag und kann, reizt mich das allerdings auch nicht.
    Gibt es denn dort keine Schlitten auszuleihen, welche Dünen tauglich sind? 🙂
    Gruss Mario

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  • Anita says: 15. April 2017 at 3:07 pm

    Liebe Luisa, das isz ja wirklich eine tolle Idee, um den Urlaub perfekt ausklingen zu lassen. Ich glaube, in Zukunft muss ich mich auch ein wenig mehr darüber informieren, was man noch alles so vorm Abflug anstellen kann, wenn noch Zeit übrig ist – egal wo man sich rumtreibt auf der Welt : GLG aus Kärnten, Anita

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  • Jessica says: 24. April 2017 at 10:59 pm

    Bis dato habe ich immer Bilder von Sandboarding gesehen, aber noch nie von jemandem erfahren, der es wirklich gemacht hat. Sehr cool! Ob ich es machen würde sei mal dahingestellt, aber ich würde dem gerne mal zuschauen. 🙂

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