Fotografie 3

Sun-Sniper Rotaball Pro – der perfekte Kameragurt für die Reise

21. März 2017

Lange Zeit bin ich um ihn herumgeschlichen – bei Amazon war er auf meinem Wunschzettel, auf der photokina durfte ich ihn anprobieren und kurz testen aber am Ende war er mir schlicht zu teuer. Weihnachten 2016 lag er dann völlig unerwartet unterm Weihnachtsbaum: die Rede ist vom Sun-Sniper Rotaball Pro*.
Der Kameragurt, der das Fotografieren viel komfortabler macht!

Nach dem Auspacken des Sun-Snipers war ich erstmal skeptisch, denn das Teil war irgendwie größer und klobiger als ich es in Erinnerung hatte. Nachdem ich mich dann aber mit dem Kameragurt auseinandergesetzt habe, konnte ich ihn in Leipzig das erste Mal richtig testen. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Und zwar so richtig.

Vor dem Sun-Sniper Rotaball Pro habe ich bereits einiges ausprobiert: den Standard-Kameragurt, eine Handschlaufe*, eine günstige Alternative zum Sun-Sniper*- aber so richtig überzeugen konnte mich davon nichts.

Insbesondere auf meinen Reisen war ich immer ziemlich überfordert. Wohin mit der Kamera? Schließlich will ich sie stets griffbereit haben und nicht immer in der Tasche herumwühlen müssen, wenn ich ein tolles Motiv sehe. Meist habe ich mir den Kameragurt um die Hand gewickelt und die Kamera ununterbrochen festgehalten. Das ist auf Dauer natürlich anstrengend, da du stets nur eine Hand frei hast.

Meine zweite Lösung war, den Kameragurt wie eine Umhängetasche schräg über meine Schulter zu legen. Also vom Prinzip her wie beim Sun-Sniper – nur ist der normale Kameragurt natürlich viel zu kurz, eng und total unpraktisch.

Das Ganze sah dann in etwa so aus 😉

Ist übrigens gut windig am Kap der guten Hoffnung 😀

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Das besondere am Sun-Sniper Rotaball Pro

Der Sun-Sniper Rotaball Pro ist ein Schnellschuss-Kameragurt, den du dir wie eine Umhängetasche über die Schulter hängen kannst. Du befestigst deine Kamera mit einer Schraube und dem ROTABALL CONNECTOR am Stativgewinde, sodass die Kamera dann kopfüber an deiner Seite hängt. So hast du die Kamera stets griffbereit, deine Hände sind frei und die Kamera baumelt dir nicht irgendwo vor der Brust herum. Der Connector besitzt außerdem eine Edelstahlkugel und ein Kugellager – dadurch wird ermöglicht, dass sich die Kamera frei drehen kann. Um zu verhindern, dass sich die Schraube aus der Kamera herausdreht bzw. herausgedreht wird, wird ein sogenannter BLOKKER mitgeliefert (siehe Bild).

Außerdem besitzt der Sun-Sniper ein eingewebtes Stahlseil (CUTTER CRASHER), welches davor schützt, dass dir jemand den Gurt zerschneiden und die Kamera entwenden kann. Der Unterarmgurt (PITT) verhindert, dass der Kameragurt verrutscht und sorgt so für optimalen Halt. Der Sun-Sniper Rotaball Pro wird außerdem mit einem weichen Schulterpolster (SHOULDER PAD) und einem SHOCK ABSORBER, der Stöße abfedert und die Wirbesäule entlastet, geliefert. Um Pendelbewegungden der Kamera zu verhindern, enthält der Sun-Sniper einen LIMITER.

Im Kaufpreis des Sun-Sniper Rotaball Pro ist eine Versicherung enthalten: sollte es ein Dieb schaffen, den Gurt durchzutrennen, erhälst du bis zu 1000€ – bei solchen Versprechen bin ich jedoch immer ziemlich skeptisch…

Meine Erfahrungen mit dem Sun-Sniper Rotaball Pro

Anfangs dachte ich, ich sehe mit dem Teil total prollig aus. Aber ganz ehrlich? Das ist mir mittlerweile ziemlich egal, da der Sun-Sniper mich absolut überzeugen konnte. Ich finde es wahnsinnig praktisch, dass ich die Kamera jetzt ganz bequem mitnehmen kann. Sie ist nicht mehr lästig und vom Gewicht der Kamera merke ich so gut wie gar nichts mehr. Insbesondere für meine Reisen ist dieser Kameragurt perfekt! Alles, was ich sonst noch benötige (Portemonnaie, Schlüssel, Wasserflasche etc.)  landet in meinen Turnbeutel und die Kamera baumelt stets griffbereit neben mir.

I love it!

Was mich jedoch ein wenig stört: wenn ich die Kamera dann doch in der Tasche verstauen muss, wirds etwas eng, denn der Sun-Sniper ist relativ klobig. Außerdem ist die Stativnutzung nicht ohne Weiteres möglich, da das Stativgewinde für die Befestigung des Gurtes genutzt wird. Eine Anleitung, wie du dein Stativ trotzdem nutzen kannst, findest du hier.

Um die Kamera im Falle eines Regenschauers vor Nässe zu schützen, habe ich meist einen zusätzlichen Schutz in meiner Tasche. Entweder eine einfache Plastiktüte oder ein X-Wrap-Einschlagetuch*. Damit solltest du dich natürlich trotzdem nicht zu lange im Regen aufhalten.

Vorteile des Sun-Sniper Rotaball Pro im Überblick

– die Kamera ist stets griffbereit
– sehr angenehm zu tragen
– Gewicht der Kamera stört nicht
– Hände sind frei
– integriertes Stahlseil verhindert zerschneiden des Gurtes

Nachteile des Sun-Sniper Rotaball Pro im Überblick

– klobig beim Transport in der Tasche
– Stativnutzung nicht ohne Weiteres möglich
– Preis (ca. 90 Euro) – der es aber durchaus wert ist!

Weitere Modelle des Sun-Sniper Kameragurtes findest du hier* und natürlich auf der offiziellen Sun-Sniper Website.

Günstige Alternative zum Sun-Sniper

Wenn es dir lediglich um das Tragesystem geht, kannst du es auch einfach mal mit einer günstigen Alternative versuchen. Bevor ich den Sun-Sniper zu Weihnachten bekommen habe, hatte ich den Kameragurt von WITHLIN®* kurzzeitig in Gebrauch.

Von der Idee her ist er ähnlich, allerdings fehlt hier das integrierte Stahlseil, welches deine Kamera vor Diebstahl schützt und der Blokker, der das herausdrehen der Schraube verhindert. Zudem wird er nicht mit einem Rotaball geliefert, sondern mit einem Karabiner.

Um das System einfach mal für dich auszutesten, ist diese günstige Sun-Sniper Alternative trotzdem sehr geeignet. Bei dem Preis von ca. 20 Euro kannst du jedenfalls nicht viel falsch machen.

Mit welchem Kameragurt bist du aktuell unterwegs und was ist dein Favorit auf Reisen? Hast du bereits Erfahrungen mit einem der Sun-Sniper Gurte sammeln können? Schreib es gern in die Kommentare!

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3 Kommentare

  • Thomas says: 22. März 2017 at 8:56 am

    Hallo Luisa,
    wirklich sehr interessant! Ich schleiche seit Jahren auch um die Teile herum. Hast Du den Gurt auch schon mal längere Zeit am Stück benutzt? Ich frage mich, wie es z.B. ist, wenn man auf einer Städtereise den ganzen Tag damit durch die Gegend spaziert. Wird es dann nicht irgendwann unangenehm, weil die Kamera permanent leicht gegen die Hüfte schlägt?
    Viele Grüße
    Thomas

    Reply
    • Luisa says: 22. März 2017 at 9:22 am

      Hallo Thomas,
      nein, unangenehm werden die Dinger auch auf Dauer nicht. Ich bin wirklich zufrieden damit und du kannst dir das vom „Tragegefühl“ in etwa so vorstellen wie eine Umhängetasche. Für mich bislang die beste Möglichkeit, meine Kamera stets griffbereit zu haben und zu transportieren.
      Liebe Grüße
      Luisa

      Reply
      • Thomas says: 22. März 2017 at 11:05 am

        Das klingt gut 🙂 Wahrscheinlich muss ich es doch einfach mal probieren.

        Reply

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