tamron 18-400 mm reisezoom objektiv
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Tamron 18-400 mm – meine Erfahrungen mit dem Reiseobjektiv!

24. Juli 2019

Werbung – das Tamron 18-400 mm Reiseobjektiv wurde mir kostenlos von Tamron zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wird dadurch nicht beeinflusst. Außerdem enthält dieser Artikel Werbelinks. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Liebsten Dank, Luisa


Für meine Reise nach Asien habe ich lange nach einem passenden Objektiv für meine Nikon D7100 gesucht. Da ich absolut faul bin, was das Wechseln von Objektiven angeht, wollte ich ein Objektiv, mit dem ich auf alle Situationen vorbereitet bin. Es musste also eine Linse mit großem Brennweitenbereich her. Das Tamron 18-400 mm Reisezoom kam dabei wie gerufen!

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie oft ich in weiter Entfernung bereits DAS Fotomotiv entdeckt habe und dann kein Teleobjektiv an der Kamera hatte… bis dann das Objektiv gewechselt ist, ist das Motiv oft schon wieder über alle Berge. Mit dem Tamron 18-400 mm war ich also auf so gut wie jede Situation vorbereitet.

Wer sich ein wenig mit der Fotografie auskennt, wird jedoch wissen, dass diese sogenannten Superzooms nicht die allerbeste Bildqualität liefern und insbesondere bei Profi-Fotografen ziemlich verschrien sind. Doch bevor mein Motiv weg ist und ich gar kein Bild habe, nehme ich lieber die schlechtere Bildqualität in Kauf und habe dafür eine schöne Erinnerung an meine Reise.

Der erste Eindruck des Tamron Reiseobjektivs

Beim Auspacken des Objektivs hat mich die Haptik durchaus positiv überrascht. Das Objektiv ist zwar aus Kunststoff, liegt jedoch sehr gut in der Hand und ist für den großen Brennweitenbereich recht kompakt. Dass es mit 710 g relativ schwer ist, ist keine Überraschung.

Am Bajonett befindet sich ein Gummiring – das Objektiv ist damit vor Staub und Spritzwasser geschützt. Insgesamt befinden sich drei Schalter am Objektiv. Der erste Schalter ist mit „Lock“ gekennzeichnet – wird dieser Schalter aktiviert, verhindert es das Ausfahren des Objektivs beim Tragen. Die beiden anderen Schalter sind für das Ein- und Ausschalten des Autofokus und des Stabilisators gedacht.

Zudem wird noch eine Sonnenblende mitgeliefert. Das Tamron 18-400mm ist übrigens nur für APS-C Kameras geeignet.

Das Objektiv nach 6-monatiger Nutzung

6 Monate hat mich das Tamron 18-400 mm durch Asien begleitet. Ich habe es also direkt dem Härtetest unterzogen. Ob es bestanden hat? Technisch läuft das Objektiv noch immer einwandfrei. Doch äußerlich hat es ein wenig nachgelassen. Klar, eine Reise durch Asien ist kein Spaziergang und das ist nun meckern auf hohem Niveau – trotzdem möchte ich es nicht unter den Tisch fallen lassen: mir ist leider direkt am Anfang der Reise der Objektivdeckel runtergefallen. Er war sofort kaputt. Ich konnte ihn zwar weiter verwenden, doch in der Tasche hat er sich dann doch recht oft vom Objektiv gelöst und es musste Ersatz her. Ein zweiter Kritikpunkt: die Beschriftung auf dem Objektiv löst sich teilweise ab. Kein Drama, aber es sieht nicht schön aus und wirkt abgebrabbelt. Ich vermute, dass dies der Hitze in Asien in Kombination mit Schweiß, Sonnencreme und Mückenschutzmittel geschuldet ist. Laut Tamron kann die fehlende Schrift durch den Service ersetzt werden – meist kostenlos.

Technische Daten: Tamron 18-400 mm Di II VC HLD

Ich bin kein Fan von Zahlen. Beim Fotografieren geht es mir eher um das Bildmotiv. Trotzdem soll bei diesem Erfahrungsbericht des Tamron 18-400 mm Objektivs ein kurzer Abriss der wichtigsten Daten nicht fehlen.

Brennweite (KB): 18-400 mm (28-620 mm)
Lichtstärke: F/3.5-6.3
Naheinstellgrenze: 45 cm
Max. Abbildungsmaßstab: 1:2,9
Filtergröße: 72 mm
Gewicht: 710 g
Anschlüsse: Nikon F, Canon EF-S
UVP: 889 Euro
Preis: aktuell bei Amazon 575 Euro (Stand: 24. Juli 2019)

Für wen ist das Objektiv geeignet?

Wenn du Profi-Fotograf bist und hochwertige Aufnahmen von Festbrennweiten gewohnt bist, solltest du vielleicht besser die Finger von dieser Linse lassen. Das Tamron 18-400 mm eignet sich für Hobbyfotografen, die einen großen Brennweitenbereich abdecken möchten, um nicht ständig die Linse wechseln zu müssen. Insbesondere für Reisende ist dieses Objektiv als Immerdrauf genial, da man auf jede Situation vorbereitet ist.

Bilder, die mit dem Tamron 18-400 mm entstanden sind

Nun aber zum wirklich wichtigen Teil dieses Erfahrungsberichts – wie sehen denn nun die Bilder aus, die mit dem Tamron 18 – 400 mm entstanden sind? Ich hatte natürlich die besten Voraussetzungen, um dieses Objektiv ausführlich zu testen: eine 6-monatige Reise durch Asien. Dabei sind viele Bilder aus den unterschiedlichsten Bereichen entstanden, die ich dir natürlich nicht vorenthalten möchte!

Noch ein paar Infos: alle Bilder sind mit der Nikon D7100 in RAW aufgenommen und anschließend mit Lightroom bearbeitet worden. Ein Stativ kam bei keinem der Bilder zum Einsatz. Wenn du über die Bilder hoverst, bekommst du angezeigt, mit welcher Brennweite, Verschlusszeit, Blende und ISO ich bei den einzelnen Bildern gearbeitet habe.

Landschaftsaufnahmen mit dem Tamron 18-400 mm

Im Weitwinkelbereich gelingen mit dem Tamron 18-400 mm wirklich tolle Aufnahmen. Vignettierung und Verzerrung sind natürlich vorhanden, doch diese lassen sich mit einem Klick in Lightroom wunderbar entfernen (Objektivkorrekturen aktivieren).

Portraits mit dem Tamron 18-400 mm

Für Portraits finde ich das Objektiv super. Das Bokeh ist sehr schön und kann sich wirklich sehen lassen. Als Bokeh werden die unscharfen Bereiche eines Bildes bezeichnet. Dies wird in der Fotografie oft als Stilmittel eingesetzt, um das Hauptmotiv vor dem Hintergrund hervorzuheben.

Tieraufnahmen mit dem Tamron 18-400 mm

Als ich 2016 auf Safari im Addo Elephant Nationalpark in Südafrika war, besaß ich dieses Objektiv noch nicht. Logisch, damals war das Tamron 18-400 mm noch gar nicht auf dem Markt. Stattdessen habe ich mit meinem 70 – 300 mm Objektiv fotografiert.

Im Telebereich fehlte es mir an nichts, doch sobald die Tiere wirklich nah am Fahrzeug standen, hätte ich mir ein Weitwinkel-Objektiv gewünscht. Dies war nur mit kompliziertem Wechsel des Objektivs möglich. Bis ich damit dann fertig war, war das Tier auch schon soweit vom Fahrzeug entfernt, dass ich auch direkt wieder auf das Teleobjektiv switchen konnte.

Mit dem Tamron 18-400 mm passiert das nicht. Hier ist ein so großer Brennweitenbereich abgedeckt, dass du dir um einen Objektivwechsel auf Safaris keine Gedanken machen musst.

Street-Fotografie mit dem Tamron 18-400 mm

Bei der Street-Fotografie geht es oft darum, dass die Personen, die fotografiert werden, nicht direkt mitbekommen sollen, dass sie gerade fotografiert werden. Dem Motiv würde jegliche Authentizität flöten gehen, da die meisten Menschen, die mitkriegen, dass sie gerade zum Fotomotiv auserkoren wurden, direkt anfangen zu posen.

Für die Street-Fotografie finde ich das 18-400 mm von Tamron richtig super, da du weit genug von deinem Motiv entfernt bist und du auf diese Weise dein Foto machen kannst, ohne dass es jemand mitbekommt. In meinem Fall waren auch einige Wasserstraßen dabei ;)

Makroaufnahmen mit dem Tamron 18-400 mm

Aufgrund der Naheinstellgrenze von 45 cm und einem max. Abbildungsmaßstab von 1:2,9 kannst du mit diesem Objektiv auch  Makro-Aufnahmen machen. Hier muss ich wohl noch etwas üben.

Schlechte Lichtverhältnisse mit dem Tamron 18-400 mm

Bei einem Superzoom kannst du natürlich kein lichtstarkes Objektiv erwarten. Mit F/3.5-6.3 finde ich es jedoch recht solide und gar nicht schlecht. Aus der Hand zu fotografieren ist bei schlechten Lichtverhältnissen schwierig und du solltest nach Möglichkeit ein Stativ nutzen. Das querformatige Bild in der Höhle, auf dem ich selbst zu sehen bin, ist mit dem Selbstauslöser entstanden. Dabei habe ich die Kamera einfach auf den Boden gelegt und Richtung Decke fotografiert.

Sonnenuntergänge mit dem Tamron 18-400 mm

Ich habe mit dem Reisezoom von Tamron so einige Sonnenuntergänge fotografiert. Deshalb bekommen sie hier eine ganz eigene Kategorie – denn so kitschig sie auch sind: ich liebe sie!

Fazit zum Tamron 18-400 mm Reisezoom

Ich habe bereits oben geschrieben, dass das Objektiv für einen Profi nicht unbedingt geeignet ist. Wenn du jedoch Hobbyfotograf bist, auf Reisen gern Fotos machst, du deine Fotos nicht auf eine Fototapete drucken möchtest und dann auch noch faul bist, was das Wechseln und Mitschleppen von Objektiven angeht, ist das Tamron 18-400 mm ideal für dich. Die Qualität lässt zwar ab 200 mm nach und ich nutze den Brennweitenbereich zwischen 200 – 400 mm eher selten, doch trotzdem ist es für mich ein tolles Reiseobjektiv, das ich gerne weiterempfehle.

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